Bunkermuseum

Das Bunkermuseum Emden, eröffnet 1995 in einem ehemaligen Luftschutzbunker, ist das erste seiner Art in Deutschland und widmet sich der Geschichte der Bunker sowie der Zeit des Nationalsozialismus in Emden von 1933 bis in die 1950er Jahre. Es zeigt in 26 Räumen verschiedene Aspekte der Verfolgung, Unterdrückung und des Widerstands während der NS-Zeit sowie die Nachkriegszeit. Das Museum, betrieben vom 1994 gegründeten Verein Arbeitskreis Bunkermuseum, finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und ehrenamtliche Tätigkeiten.

Emden, als wichtige Industrie- und Hafenstadt, wurde im Zweiten Weltkrieg häufig bombardiert, was zur Errichtung von 35 großen und 141 kleineren Luftschutzbunkern führte. Der Bunker in der Holzsägerstraße, in dem sich das Museum befindet, wurde 1942 fertiggestellt und beherbergte während des Krieges zahlreiche Menschen. Nach dem Krieg stand das Gebäude lange leer, bevor es schließlich zum Museum umgestaltet wurde.

Das Museum musste im November 2020 aufgrund mangelnder Brandschutzmaßnahmen schließen, plant aber eine Wiedereröffnung nach dem Anbau eines Fluchtturms. Die Dauerausstellung des Museums deckt mehrere Aspekte der Zeitgeschichte ab, von der Verfolgung unter dem NS-Regime bis zum Wiederaufbau nach dem Krieg. Die Fassadengestaltung des Museums, ein Werk des Künstlers Uwe Ochsler, reflektiert die Trennung von Innen- und Außenwelt in einem Bunker.