Kunsthalle

Die Kunsthalle Emden, gegründet 1986 von Henri Nannen, ist ein bedeutendes Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Emden, Ostfriesland. Die Sammlung wurde durch eine Schenkung des Münchner Galeristen Otto van de Loo erweitert, wodurch auch Erweiterungsbauten notwendig wurden. Die Kunsthalle, gestaltet im ortstypischen Klinkerstil vom Architektenpaar Friedrich und Ingeborg Spengelin, ist ein Mitglied des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute.

Mit rund 1500 Kunstwerken, darunter viele vom Gründer Nannen eingebrachte Werke, liegt der Schwerpunkt auf Bildern der Neuen Sachlichkeit und des deutschen Expressionismus. Bedeutende Werke von Künstlern wie Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Emil Nolde sind Teil der Sammlung. Zusätzlich beinhaltet die Sammlung Werke des Informel und der gestischen Abstraktion der deutschen Nachkriegskunst.

Die Kunsthalle, die als kultureller Leuchtturm der Region gilt, wurde 1986 vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker eröffnet. Sie dient auch als Bildungseinrichtung und bietet eine Malschule für Kinder. Nach Modernisierungsarbeiten wurde sie 2007 neu eröffnet. 2019 erhielt das Museum das Museumsgütesiegel des Museumsverbands Niedersachsen und Bremen. Die Leitung der Stiftung, zu der die Kunsthalle gehört, besteht aus Michael Kühn und der Kunsthistorikerin Lisa Felicitas Mattheis.