Landesmuseum

Das Ostfriesische Landesmuseum Emden ist ein zentrales Museum in Ostfriesland, das Kunst, Kultur und regionale Geschichte umfassend darstellt. Mit einer Sammlung von über 50.000 Objekten, von denen etwa 4 % in der Dauerausstellung präsentiert werden, deckt es ein breites Spektrum von Themen ab und wird von der Stadt Emden und der „Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer zu Emden seit 1820“ getragen.

Gegründet 1820 zur Bewahrung von Kunstschätzen, entwickelte sich das Museum zur ältesten musealen Einrichtung in Ostfriesland. Nach verschiedenen Standortwechseln und Erweiterungen wurde das Museum 1962 im Rathaus am Delft neu etabliert und 2005 nach umfangreichen Umbauarbeiten als „Ostfriesisches Landesmuseum Emden“ wiedereröffnet.

Die Sammlungen des Museums umfassen niederländische und norddeutsche Kunstwerke, darunter Gemälde, Drucke und historische Karten, sowie archäologische Funde und Alltagsgegenstände. Besondere Highlights sind die Moorleiche „Mann von Bernuthsfeld“ und historische Waffen in der Emder Rüstkammer.

Die Dauerausstellung erstreckt sich über mehrere Etagen und beleuchtet verschiedene Aspekte der regionalen Geschichte und Kultur, von der frühen Besiedlung der Küstenregion über die kirchliche und politische Entwicklung Ostfrieslands bis hin zur jüngeren Geschichte Emdens. Ergänzt wird dies durch Sonderausstellungen zu verschiedenen Themen. Die Leitung des Museums wechselt zwischen der Gesellschaft und der Stadt Emden, aktuell ist Jasmin Alley die Direktorin.